Toppler - Ein Mordfall im Mittelalter

In Rothenburg ob der Tauber lebt bis heute die Legende von Heinrich Toppler fort, dem berühmten Bürgermeister, der gegen Ende des 14. Jahrhunderts aus dem verschlafenen Städtchen einen Stadtstaat machte. Wer war dieser Mann, um den sich so viele Geschichten ranken?
Nach geradezu kriminalistischen Recherechen in den Archiven von Rothenburg, Nürnberg, Würzburg und Prag hat E.W. Heine den „Fall Toppler“ noch einmal aufgerollt und liefert jetzt überzeugende Beweise dafür, daß dieser Mann auf der Höhe seiner Macht ermordet wurde.

Pressestimmen:

Heine macht sich nicht zum Büttel einer billigen Sensationsgier. Wie schon bei seiner Toppler-Recherche erweist er sich in diesem Roman als profunder Kenner der Materie. Reich ist sein Wissen um geschichtliche Zusammenhänge, beeindruckend seine Detailliertheit, verblüffend seine Ortskenntnis und verfeinert seine Ironie, die die Lesbarkeit seines Werkes fördert.

Dies ist kein Roman, sondern spannende Geschichte. Heine hält sich an die Fakten und vermeidet penibel jede romanhafte Ausschmückung. Was er bietet, ist ein profunder Rückblick auf ein aufregendes Stück Geschichte, in dem die Weichen gestellt wurden für eine bürgerliche Lebensform. Und zumindest mit unseren „Volksweisheiten“ wurzeln wir immer noch im Mittelalter.
Heine zeigt uns dies Zeit anders, als sie Umberto Eco in seinem berühmten Roman „Der Name der Rose“ präsentiert. Die Ära Toppler ist geprägt von nüchternem Geschäftssinn, von aufkommenden Bürger-stolz, vom Niedergang des Rittertums, von adligen Intrigen und kirchlichen Machtbestrebungen. Auf die mystische Dimension hat Heine um der Fakten willen ganz verzichtet. Sein Interesse gilt nicht den Zeugen, sondern den Fingerabdrücken. Von ein paar Ungenauigkeiten abgesehen ist das Buch geradezu ein Lehrstück in lebendiger Geschichtsschreibung. So lassen sich selbst Geschichtsmuffel bekehren.
Augsburger Allgemeine

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